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datum: 18 december 2007

Gemeinde Gemert-Bakel: eine kurze Geschichte

Die Lage

An der Westseite des brabantischen Peels liegt die Gemeinde Gemert-Bakel. Es ist eine ausgedehnte Landgemeinde und ist mit einer Gesamtfläche von 12.336 Hektar eine der größten Gemeinden der Region Eindhoven. Die Gemeinde besteht aus die Kerne Gemert – Bakel – Elsendorp - Handel - Milheeze

- De Mortel und De Rips und hat zirka 28.000 Einwohner. Gemert-Bakel ist zentral gelegen, innerhalb einer halben Stunde von Eindhoven, ’s-Hertogenbosch, Nimwegen und Venlo.

Die Landschaft Gemert-Bakels

Die Landschaft Gemert-Bakels wird in der Hauptsache durch zwei geologische Erscheinungen - den Randbruch in der Region de Peel und den Flugsandrücken Mittelbrabants - bestimmt. Der Randbruch ist eine noch aktive Störung im Untergrund, die via Bakel durch den Kern von Gemert in Richtung Esdonk lauft. An der Ostseite befindet sich der langsam steigende Horst und an der Westseite liegt der senkende Zentrale Graben. Der Peelrandbruch liegt in einem sehr variierten Landschaft. Die alte Route von Bakel nach Erp lauft parallel mit dem Peelrandbruch und dem Zentralen Graben.

Gemert-Bakel: seine kurze Geschichte

Die Gemeinde Gemert-Bakel besteht seit den 1. Januar 1997 und ist durch die Fusion der ehemaligen Gemeinden Bakel en Milheeze und Gemert entstanden. Beide ehemalige Gemeinden haben ihre eigene Geschichte, aber es hat sich gezeigt, dass Sie vor langer Zeit schon miteinander verbunden waren.

Gemert

Ab dem ersten Besuch in Gemert werden zwei Sachen gleich auffallen: das Schloss und die eigenartige Siedlungsform, wobei das Zentrum des Dorfs am Rand der geschlossenen Ortschaft liegt. Beide Elemente haben ihre eigene Ursprung und hängen mit einander zusammen durch die besondere Geschichte Gemerts, die es einen besonderen Platz in der Geschichte Brabants gibt.

Ein zweiter Faktor, der das Ansehen Gemerts stark bestimmt hat, ist die Gründung des Deutschen Ordens. Der Deutsche Orden ist ursprünglich eine geistliche Hospitalbruderschaft, gegründet im Heiligen Land während der Kreuzzüge. 1198 wurde diese Brüderschaft in einen geistlichen Ritterorden umgeformt der neben dem Hospitaldienst auch den Kriegsdienst versorgte. Herzog Jan war dafür eine der wichtigsten Personen. Der Deutsche Orden kam im 13. Jahrhundert international schnell zu höherem Ansehen. Eine Menge von Grundstücken, Güter und Privilegien wurden ihm zuteil. Er durfte eigne Priester einsetzen und der Orden unterlag keinem bischöflichen Macht. Seinen großen Namen verdankte er vor allem der Gründung eines souveränen Ordenstaates in Preußen. Im Gefolge von Herzog Hendrik van Brabant gab es eine Menge von höheren und niederen Edelleute aus unserer Gegend. Nach dem Beitritt von Rutger von Gemert, einer der Herrn von Gemert, im Deutschen Orden erwarb dieser, nach man glaubt, schon vor 1220 Besitztümer in Gemert.

Einige Dutzend Jahre später verfügte der Deutsche Orden über ein ‚eigenes Haus’, vermutlich in Handel, von dem aus seine mittlerweile vermehrten Besitztümer von einem Kommandeur beherrscht wurden. Im Laufe des 13. Jahrhunderts wurden Besitztümer außerhalb des Ordenstaates in eine separate Führungsorganisation hier und da untergebracht. Gemert unterlag mit dem übrigen Besitz in der südlichen Niederlande und das angrenzende Reingebiet der Landkommanderei Alden Biesen, gelegen nahe Bilzen in belgischem Limburg.

Ihr Rechtsgebiet umfasste etwa zwölf sogenannte Kommanderien, von denen die in Gemert wuchs zur wichtigste und reichste. Vorher gab es verschiedene Konflikte mit den Herrn Gemerts, die den immer reicher und mächtiger werdenden Deutschen Orden wie eine Drohung für ihre Position sahen. Nach dem Herannahen und Besitzerweiterung des Deutschen Ordens war ‚die freie Herrlichkeit Gemert’ ja eine doppelte Herrlichkeit, mit zwei Schöffensäle.

Reibung und Konflikten leiteten 1363 bis einen direkten Machtkampf, den 1366 durch Intervention vom Herzog von Brabant für dem Deutschen Orden entschieden wurde. Damit bekam der Orden die Alleinherrschaft über Gemert. Seitdem nahm Gemert auf der Politischen Karte von den Niederlande einen aparten Platz ein wie Freie Souveräne Herrlichkeit des Deutschen Ordens.

Um 1400 fing der Deutsche Orden mit dem Bau des Schlosses, in Zentrum von Gemert, wo auch die ehemalige Herren von Gemert ihr (hölzern) Schloss hatten, an. Damit fing eine neue Periode in der Historie Gemerts an. Gemert, das Zentrum der Kommanderie, wurde bis regionales Zentrum ausgebaut. Dazu gehörte auch eine selbstständige Pfarrei, unter dem Schutz vom Deutschen Orden und ohne die Pfarrei Bakel, wozu Gemert kirchenrechtlich gehörte. Das gelangte im Jahr 1437 zum Abschluss, worauf mit dem Bau einer neuen Kirche angefangen worden konnte. Unterteil dieses Planes war auch der Erwerb kirchlichen Zehnten und Patronatsrechten in verschiedenen Platzen aus der nahe und weite Umgebung. In der Periode der Reformation und Gegenreformation wurde Gemert wie regionales geistliches Zentrum mit der Gründung der Lateinischen Schule im Jahr 1587 einen neuen Impuls gegeben. Die Schule war im Besonderen für die Vorbildung von Priestern. Genau wie die nahe Miniaturstaaten, wie Megen, das Land von Ravenstein und das Baronat von Boxmeer, war Gemert eine selbständige Enklave innerhalb von der Republik der Vereinigten Niederlande, wo die katholische Religion sich noch frei entwickeln konnte. In den 17. und 18. Jahrhundert war Gemert mit Maastricht der einzige Platz in den Niederlande wo sowohl katholische wie protestantische Religion frei exerziert worden konnten. Im Jahr 1795 sollte der Deutsche Orden Platz machen für neue Machthaber.

Nach einer Periode von abwechselnder französischer, batavischer, und wieder französischer Führung trat Gemert 1813 endgültig in eine neue politische Konstellation. Der Deutsche Orden kehrte niemals in seinen alten Rechten und Besitztümer zurück. Die Souveränität von Gemert war für immer beendet.

Die finanzielle Lasten die Gemert aus der Vergangenheit hatte, hemmte es in seinem wirtschaftlichen Aufbau nach der französischen Zeit. Es kam trotzdem wieder ins Lot. Ab den Vierzigerjahren des 19. Jahrhunderts ging es mit Gemert allmählich bergab, trotz der vielen guten Initiativen von Privatpersonen und Staat. Die ungünstige geografische Lage, was die Ausfallstraßen betrifft, spielte Gemert und seine Industrie mehr und mehr einen Streich. So wurde Helmond 1826 am Zuid-Willemsvaart und Mitte Sechzigerjahre am Nationaleisbahnnetz angeschlossen. Gemert verpasste den Anschluss und bot seine ganze Kraft das zu ändern, aber die Niedergang der Industrie und des Wohlstands erwies sich als schwierig zu hemmen. Auch die Bevölkerungszahl ging zurück. Obwohl es nach der Jahrhundertwende neue Chancen für Gemert gab, nahm der Wiederaufbau erst richtig in den Fünfzigerjahre zu. Diesen Jahren wuchs das Dorf richtig und fand eine Ausbreitung in Richtung Osten und Norden statt. Wie in so vielen Dörfern wurden viele Gebäude während den Jahren nach dem Krieg, durch Unverständlichkeit und Verkennung von ihrer kultur-historischen Eigenheit abgebrochen. Man folgte den neuen geschäftlichen Trend in der Stadtarchitektur, die als Muster für Dynamik und Fortschritt galt. Obwohl durch das Streben mit der neuen Zeit zu gehen viel von der damals wichtigen und reichen Bebauung der Fortschritt preisgegeben ist, sind trotzdem viele wertvolle Gebäude erhalten geblieben. Sie geben noch ein klares Bild der besondere kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung die Gemert erlebt hat und entscheiden in hohem Maße die Atmosphäre und den Charakter des Dorfs. Durch eine aktive Denkmalpolitik versucht die Gemeinde das Erbe zu behalten, so dass die bebaute Umgebung auch in Zukunft wie ein Heim belebt worden kann.

Bakel und Milheeze

Um 10.000 Jahr vor Christus herrschte in unserem Land ein Tundraklima. Im Gebiet, das jetzt Bakel und Milheeze formt, wohnte das Tjongervolk. Der Name kommt vom friesischen Fluss De Tjonger, wo Geräte von ihnen gefunden sind. Aus Funden östlich und nördlich von Milheeze erscheint, dass dieser vorhistorische Mensch auch in dieser Umgebung wohnte. Aus archäologischen Funden kann man ableiten, dass es sich hier um eine Periode handelt, worin Feuerstein der Grundstoff wie kein anderer war für Geräte und Waffen, aufgrund der gefundenen Pfeilspitzen, Fäustel, Messerchen usw. Eine sehr wichtige Entdeckung war die von Gegenständen und dem dazugehörigen Abfall bei einem Moortümpel am Bakelsedijk. Der Abfall weist darauf hin, dass die Geräte an Ort und Stelle gemacht worden sind.

Das Gebiet um Bakel musste in diesen Zeitalter anders ausgesehen haben als jetzt. Der enorme Sumpf des Peels ist, nach man glaubt, erst nach dem Wegzug des Tjongervolkes entstanden.

Wann es dann – für welchen Grund umsonst – neue Bewohner gab, ist nicht mit Sicherheit zu sagen. Wir wissen, dass sie dort lebten in der Eisenzeit, eine Periode die lauft bis ungefähr unsere Zeitrechnung. Die Anwesendheit der Römer, ist durch den Fund von Münzen im Zentrum von Bakel, bewiesen.

Der Ortname Bakel wird zum ersten Mal erwähnt in einer Akte aus 714/715. Der Beweis dafür steht in der Abschrift einer Akte, aufgenommen ins sogenannte ‚Liber Aurus Epternacensis’ (das Goldene Buch der Abtei von Echternach) aus Ende des 12. Jahrhunderts. Die Akte war aufgestellt in Bakel (Bagoloso in diesem Zeitalter)

In 721 wurde Bakel aufs Neue erwähnt in der Abschrift einer Akte, aufgenommen in dasselbe Goldene Buch. Dieser Akte nach schenkte eine Herelaef, Sohn von Badagar, einer Kirche in Bakel seine mütterliche Erbe ‚in loco de Baclaos’ (Im Platz Bakel), bestehende aus Herrenhaus und Hof und einige Güter in Deurne und Vlierden. Diese Kirche wurde verwaltet von Bischof Willibrordus. Später wurde sein Name wie Patron an der Kirche verbunden. Dass dieser Patron eine wichtige Rolle gespielt hat in der kirchliche Entwicklung von Bakel und Umgebung, erweist sich aus dem Maße an der Erinnerung an ihm. Er ist der Patron der Pfarreien Bakel und Milheeze und war abgebildet auf dem Gemeindewaffen von Bakel. Die 1572 gebaute Standardmühle und eine Grundschule in Bakel sind nach ihm benennt. Auch der Schützenverein von Bakel, gegründet im Jahr 1296, trägt seinen Namen.

Bakel war lange Zeit das Zentrum des geistlichen Lebens für die weite Umgebung. Die Kirche Bakels fungierte als Mutterkirche für Deurne, Milheeze und Gemert. Gemert wurde im Jahr 1437 eine selbständige Pfarrei.

Nach dem Westfälischen Frieden im Jahr 1648 kam Bakel unter der Regierung der protestantischen Republik der Vereinigten Niederlande. Ab dann dürften nur noch Reformierten im öffentlichen Dienst sein. Die katholische Religion wurde verboten. Kirchen, Pfarreien und andere Besitztümer wurden in Beschlag genommen. Im Jahr 1672 fing der Krieg mit Frankreich, England, Köln und Münster an. Die Ankunft der französischen Truppen – sie würden bis 1674 bleiben – gab den Katholischen wieder mehr Religionsfreiheit. Sie nutzten die Gelegenheit um überall Schuppenkirchen zu bauen. So auch in Bakel, die Schuppenkirche wurde dort genutzt bis 1818. Anderthalb Jahrhundert nachdem die Protestantischen die katholische Kirche in Besitz genommen hatten, forderte die Pfarrei Bakel sie zurück. Im Jahr 1818 wurde ihren Wunsch erfüllt und konnte die Kirche wieder für einen Gottesdienst im Gebrauch genommen werden. In den 18. und 19. Jahrhundert ging die Einwohnerzahl stark zurück. Die im Allgemeinen arme Bauern die hier und da wohnten, hatten es auf dem mageren, kaum fruchtbaren Boden besonders schwer. Das änderte sich jedoch, wann der Kunstdünger erfunden wurde. Die Regierung, die sich anfangs wenig für der Landbevölkerung bemühte, sorgte jetzt für ein besseres Bewässerungssystem. Dadurch konnten Heidefelder und Sumpfgebieten in fruchtbaren Äcker transformiert werden. Peeldörfer wie Elsendorp und De Rips konnten auch dadurch entstehen.

Jahrhundertelang war das Dasein der Bevölkerung von Bakel mindestens ebenso armselig wie das von anderen Dörfer auf den mageren Sandböden von Peelland. Die vornehmste Existenzmittel waren der Ackerbau- und Viehzuchtbetrieb und der Verkauf von Torf. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist Bakel mehr und mehr eine Pendelgemeinde geworden. Die berufstätige Bevölkerung reist großteils von Bakel nach ihrem Arbeitsplatz. Der Agrarbereich ist noch immer wichtig im wirtschaftlichen Leben in der Gemeinde Gemert-Bakel.

 

 

Gemert-Bakel, eine herrschaftliche Gemeinde

Die Gemeinde hat eine wichtige Funktion auf dem Gebiet der Rekreation, sowohl auf lokalem wie auf regionalem Niveau und hat dem Tourist das Nötige zu bieten. Auch in den Wäldern, die es hier so viele gibt, lässt sich’s gut leben. Das Landgut ‚De Stippelberg’, das von der Gründung Naturmonumenten verwaltet wird, ist für Besuch geöffnet. In der ganze Gemeinde gibt es viele Spazier- und Fahrradmöglichkeiten, mit beschilderten Routen. Auch die überschäumende Freude kann man nicht in dieser Gemeinde verfehlen.

Gemert

In Gemert gibt es mehrere Sehenswürdigkeiten. An erster Stelle das bildschöne Schloss, das datiert aus dem Mittelalter. Der Verkehrsverein organisiert Führungen in diesem historisch sehr wichtigen Monument in Gemert. In der Nähe des Schlosses steht die Kirche von St. Jans-Onthoofding. Man fing mit dem Bau davon vermutlich kurz nach 1437 an. Die Kirche hat wunderschöne Glasgemalte Fenster und besitzt noch einige Stücken aus dem 15. Jahrhundert, unter denen ein Sandsteinmarienbild und Hartgesteintaufbecken. Eine Menge historische Gebäude sind behalten geblieben, unter denen die lateinische Schule aus 1891 und die Mühle De Bijenkorf.

Im Bauernverbandsmuseum kann man sehen und riechen wie das Leben war auf einem örtlichem Bauernhof anno 1900. An den verschiedenen Ausfallstraßen gibt es viele einfache Weg- oder Nischekapellen, oder die ‚keskes’. Sie sollen die Reisenden auf den Weg schützen. Einige sind von rezenten Datum, andere haben eine Ursprung weit in der Vergangenheit. In den ‚keskes’ am Weg nach Handel werden ‚die sieben Schmerzen von Maria’ ausgebildet. Die Kapelle von Maria Magdalena von Esdonk –im Volksmund ’das Esdonker Kapellchen’ verdient eine aparte Erwähnung. Genau wie Handel und De Mortel war es ein sogenannter Kapelleweiler, eine Sammlung von Bauernhöfe in der Gegend einer Devotionskapelle. Die älteste Erwähnung in den Archiven datiert aus 1364, das heutige Gebäude datiert aus 1695. Im Gegensatz zu den alten Weiler Handel und De Mortel ist es nicht zu einer Kirchdorf gewachsen. Im Jahr 1942 wurde eine Sakristei und eine Nische für das liegende Bild von Unserem Lieben Herrn gebaut. Um dieses Bild entstand eine Devotion, wobei rostige Nägel geopfert werden, um Hautverkrankungen loszuwerden.

Bakel

Im Mitten des Zentrums von Bakel steht die ‚St. Willibrorduskirche’, im 15. Jahrhundert gebaut. Die Kirche ist im Jahr 1974 vollständig restauriert worden und steht unter Staatsdenkmalschutz. Die ‚Bakelse Standardmühle’, die datiert aus 1752, ist ein seltsamer Mühletyp und eins der schönsten Exemplaren von den Niederlande. Nicht umsonst ein Staatsdenkmal. An der Neerstraat gibt es das Museum ‚De Tolbrug’, wo alte landwirtschaftliche Geräte und eine große Kollektion von alten Gebrauchsgegenständen ausgestellt werden. Im Zentrum des Dorfs gibt es einige moderne Kunstwerke von gemeindlichen Künstlern.

Handel

Das Kirchdorf Handel ist bekannt wie den älteste Wallfahrtsort von Maria in Nordbrabant. 1368 fanden schon Marienverehrungen statt. Das Dorf zieht jährlich viele tausend Wallfahrer an. Hinter der imposanten Kirche, die vom Deutschen Orden im 13. oder 14. Jahrhundert gegründet wurde, liegt ein aus 1910 datierendes Prozessionspark. Das wichtigste Monument im Park ist das jahrhundertealte ’Wunderbare Quellchen’, wovon das Wasser heilkräftige Wirkung haben würde. Weiter gibt es für den Naturfreund ein Naturbildungszentrum. Das Zentrum hat ein Auge für die Natur und ist in seiner Form einzig in den Niederlande. In Handel findet man auch `t Museumke, dort kann man Poffer (Schmutz mit Blumen und Federn auf einen Frauenhaube), Haube und Kleidung aus Großmutters Zeiten bewundern.

Milheeze

Die Mühle ‘Laurentia’ ist eine sehr schöne achtkantige Bergmühle, 1893 gebaut. Die Mühle steht am Wege von Milheeze nach Bakel und ist für das Publikum geöffnet. Die „Heilige Willibrorduskirche" ist von den Reststuecken der „St. Antonius Abtkapelle" gebaut worden und ist 1964 restauriert worden. In der Waldung zwischen Milheeze und De Rips gewinnt man Sand und Kies. Nach der Abbau wird der Gebiet in ein Feriengelände ändern.

De Mortel

Auch in De Mortel bestimmt die aus 1902 datierende Kirche, mit einer authentischen Angelusglocke, die Aussicht. Wer die Hauptstrasse quer durch diesem Kirchdorf passiert, wird sehr sicher das Denkmal mit dem Schweinehirt, ‚De Berenleider’, nicht entgehen. Das Denkmal ist eins der vielen Kreationen der Künstler Toon Grassens aus Gemert. Am Rand der geschlossene Ortschaft steht der Spruch ‚De Mortel een (h)echt dorp’ (De Mortel: ein festes Dorf) und kennzeichnet das Dorf ausgezeichnet. Viele Aktivitäten finden statt auf der Dorfwiese mit dem markanten achtkantigen Pavillon. De Mortel hat abwechslungsreiches Umland mit modernen Bauernhöfen, landwirtschaftlichen Gebieten, Wäldern und Naturgebiet. Kreuz und quer durcheinander gehen Fahrrad- und Fußwegen. Das ‚Mortels Ommetje’ ist eine schöne Fahrradroute durch das Dorf und Umland.

De Rips

1875 wurde die Schäferei ‘De Rips’ des Herrn Huyskes fertig. Neben einigen Holz- und Lehmhütten war das die einzige Wohnung im Peel. Die Kultivierung im Peel fingen an und zogen mehr Einwohner an. Auch dank sei die Niederländische Heide Mij wurden große Gebiete kultiviert und Wälder angepflanzt. Es dauerte noch bis 1921 bevor die Pfarrei Rips gegründet wurde.

Die damals gepflanzte Wälder sind jetzt ein wunderbares Naturgebiet, das verwaltet wird von der Gründung Natuurmonumenten. In De Rips gibt es viele charakteristische Försterwohnungen und große Bauernhöfe in abweichendem Baustil.

Bis 1999 dachte man, dass der Name De Rips abgeleitet war von einem in der Umgebung fließenden Fluss mit dem selben Namen. Forschung durch Herrn B. Ploegmakers, dabei gestützt von den örtlichen Heimatkundekreise, hat gezeigt, dass der Ortname De Rips indirekt abgeleitet ist von ‚De Ripse Paal’. Dieser (Grenz)Pfahl war eine der früheren Grenzmarkierungen (die älteste Karte worauf dieser Pfahl steht, datiert aus 1669) und stand in der Nähe des heutigen Dorfs. Als die Gemeinde Helmond 1874 in der Umgebung Herrn Huyskes ein Grundstück verkaufte, wurde den Namen De Rips zum ersten Mal auf der Verkaufakte genannt, um das Gebiet anzudeuten. Herr Huyskes gab dann sein Gebiet und Bauernhof den Namen ‚De Rips’.

Elsendorp

Elsendorp ist 1891 wie Kultivierungsdorf in der Region ‚de Peel’ auf dem ursprünglichen Gebiet des Landgutes ‚De Dompt’ am Peelrand entstanden. Am Ende des 19. Jahrhunderts und am Anfang des 20. Jahrhunderts sind die Heidegebieten in diesem Ort urbar gemacht. Zwischen 1910 und 1912 ist auf De Dompt der Annahoeve gebaut worden. Dadurch ist auch der Landbau richtig in Gang gekommen und 1926 wurde die Pfarrei Elsendorp gegründet. Genannt nach Pater Gerlacus van den Elsen, geboren in Gemert – wo jetzt das Bauernverbandsmuseum gegründet ist – und u.a. Gründer des nordbrabantischen christlichen Bauernverbands. Das Kultivierungsdorf zog viele Einwohner von weit außerhalb der Region. In 1927 ist auch eine protestantische Kirche und Pfarrei gebaut worden. In der rustikalen Umgebung von Elsendorp springen De Dompt und der Annahoeve mit seiner Auffahrt mit Kastanien qua Schönheit und Umfang hervor.

 

 

 

 

 
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